Über geschenkte Gutscheine, eine Fußmassage und einen halben Kinobesuch

Was das denn sei, fragen die Kinder neugierig, als ich einen blauen Hefter auf den Tisch lege. »Gutscheine« liest eines laut die Aufschrift vor. Verwundert sehen sie mich an. Es ist Wochenende und ich habe beschlossen, auch mal Wochenende zu machen. Das sei, erkläre ich, der Hefter, in dem ich alle Gutscheine einsortiert habe, die sie mir je zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu Ostern und zwischendurch einmal geschenkt hätten und heute sei Tag der Einlösung. Stille. Sie dächten eigentlich, die Gutscheine seien immer nur kurz gültig? So ein paar Tage? Nein, das müsste schon drauf stehen, gebe ich zu bedenken. Von drei Jahren Gültigkeit ab Schenkung würde ich mindestens ausgehen. Wenn wir die älteren außen vor ließen, hätten damit vier Fernsehabende, einmal Ausschlafen lassen, zwei Obstteller, ein Mittagsschlaf mit Vorlesen und ein Fußbad mit Fußmassage. Ich würde dann jetzt mit Letzterem beginnen. Wo ich mich hinsetzen solle?