12 von 12 im Dezember 2016

Veröffentlicht von leitmedium am

Wow, schon Dezember. Da muss ich doch mal kurz nachsehen, was ich eigentlich im Januar 2016 gemacht habe – zum Beispiel einen Sauerteigkurs auf Instagram. Verrückt. Damals waren wir noch zu viert, was mich dran erinnert, dass mich letztens ein drittes Kind angechattet hat und meinte »vier plus eins« sei ein blöder Name, weil sie kam sich auch immer wie das »plus eins« vor. Da denke ich mal drüber nach, aber so lange gibt es erst einmal die heutigen 12 von 12 – und die von @fraumierau gibt es hier.

1. Selbstbetrug

Die Rolle des Frühaufstehers und Alle-Weckers und Frühstückmachers und zur Zeit auch Alle-Kinder-Wegbringers fällt ja mir zu, also muss ich leider mit einem Wecker aufstehen und morgens immer auf die Uhr sehen (ein Hoch auf die Schul-freien Zeiten, in denen wir einfach aufstehen, wenn wir wach sind). Damit wir wirklich pünktlich losgehen, muss ich mich selbst an der Nase herumführen (schreibt man das so?) und habe daher alle Uhren in der Wohnung verschieden stark vorgestellt. Ich weiß daher nie, wie spät es wirklich ist und gehe einfach davon aus, dass ich mich jetzt wirklich beeilen muss. Klappt gut, erzähle ich aber niemanden, weil wirkt ein wenig irre.

2. Frühstück

Am Wochenende hatte es nicht so richtig mit dem Wochenendfrühstück geklappt, dafür konnte ich heute Morgen die Zeit nutzen, um ein bisschen Frühstückszauber nachzuholen. Tatsächlich sitzen die Handgriffe mittlerweile so gut, dass ich es gut hinbekomme – zumindest, wenn es keine Morgen-Dramen gibt. Heute haben mal ausprobiert, dass jede/r sagt, worauf er/sie sich am Tag freut. Das war schön und ich denke, das machen wir jetzt öfter.

3. Double-Dip?

»Wie, Du kennst Double-Dip nicht?!“ fragt @fraumierau erstaunt. In den Adventskalendern der Kinder war irgendwas Süßes, was man in was Prickliges steckt, wenn ich das richtig verstanden habe. Nein, kannte ich nicht, denn wir haben ja bis 1989 von einer Mauer getrennt gelebt. Manchmal merken wir es… Wenn um es klassische Kindheitserlebnisse geht zum Beispiel.

4. Maus!

Heute erst finde ich raus, dass man Minnie-Mouse auch in Schwarzweiß auf der Uhr haben kann. Zwar lieben die Kinder die Maus, seit wir rausgefunden haben, dass sie sprechen kann. Aber es hagelt unglaubliche Kritik, wie ich es wagen könne, sie so oll farblos zu machen. Mein Einwand, dass die ersten Comics/Filme eben so aussahen wurde mit Naserümpfen (Papa erzählt vom Krieg) zur Kenntnis genommen.

5. Croissant

Nach dem eigentlich ausgiebigen Frühstück eile ich mit den Kindern los, stelle das Auto an der Schule ab (damit @fraumierau es aufpicken kann), will mit dem Sohn zur Kita aber nein, da fällt ihm ein, er hat jetzt Hunger. Oh, Hunger. Noch nie hatte er so Hunger. Aber dieser Bäcker da, nein, der würde nicht ganz seinen Kriterien entsprechen. Gottseidank erfüllt das Croissant dann doch den Mindestanforderungen und ich ärgere mich, nicht einfach etwas für ihn mitgenommen zu haben. Er ist eher ein Spät-Esser.

6. M10

Da wir das Auto abstellen mussten und das Fahrrad zu windig ist für ein Kind vorn auf der Stange (ey, das ist voll verboten, hab ich mir sagen lassen!!!111), fahren wir mit der M10, zu der man als Berliner so eine Hassliebe hat. Meistens hab ich mehr Hass. Aber immerhin – sie kommt. Ist ja auch nicht alle Tage so.

7. Noch ‘ne Oma

Weil Montag ist, gönne ich mir eine O-M-A (aufmerksame Blog-LeserInnen wissen Bescheid) und weil ich spät dran, gleich noch einen schlechten Cappuccino dazu. Zugleich habe ich ein schlechtes Gewissen wegen des Mülls. Das muss ich besser hinkriegen. Ich werde mal nachfragen, ob sie frisch gepresste Säfte auch abfüllen.

8. Toast!!!

Seit ich gelesen habe, dass viele Menschen vor einem Schlaganfall Toast-Brot riechen, flippe ich immer aus, wenn ich Toast-Brot rieche. Das passiert mir natürlich ständig, weil es im Büro einen Toaster gibt, wo dann Horden von Menschen morgens ihre Brote toasten. Ich frage mich also schon, ob der Himmel wirklich wie ein Büro aussieht, merke aber, dass es wieder Fehlalarm war. Puh.

9. Dosentelefon

Zur Weihnachtsfeier wurde festgestellt, dass ProgrammiererInnen zu wenig mit dem Rest der Firma kommunizieren und daher dieses Dosentelefon verschenkt. Sieht toll aus und ich bin ein wenig stolz auf das Foto – leider funktioniert es nicht gut.

10. Serendipity und Calzone

Ja und dann, dann wollten wir zu Cyberport, weil wir ein Dingsbums kaufen mussten, aber wir sind drei Stationen zu weit gefahren, weil die Firma mittlerweile in so vielen Büros war, dass man ganz durcheinander kommt. Dafür sind wir in das italienische Restaurant gegangen, wo ich laut Foursquare schon 150 Mal war (hui) und ich habe einen Wein getrunken, weil heute war gefühlt auch irgendwie Freitag und wer mich kennt, weiß, wie ich nach dem Glas den Rest des Tages drauf war (zumindest nicht schlecht). Beim Essen habe ich @jannis überredet, die erste Calzone seines Lebens zu bestellen (schmeckte besser als sie aussieht) und er erzählte, dass er früher Serendipity entwickelt hat – die Blogging-Software. Das war insofern witzig, als ich um diese Software vor fast 15 Jahren zu Beginn meiner Blogging-Laufbahn herumschlich und erst jetzt verstand, dass ich seit Jahren mit dessen Projektgründer zusammenarbeite.

11. Leucht-Fahrstühle

So richtig leiden kann ich unser aktuelles Büro nicht, aber das Haus hat ein tolles Atrium und nachts leuchten die Fahrstühle etwas geheimnisvoll.

12. Heimfahrt: Theorie und Wirklichkeit

In meiner Theorie verlief die Heimfahrt so: Ich steige mit Hörbuch im Ohr in den M10 und fahre heim. In der Praxis kam die M10 nicht (Hass, siehe weiter oben) also musste ich mehrfach umsteigen, um dann aber noch zu erfahren, dass wir dringend Notfall-Windeln brauchen, weil wir nicht waschen konnten (weil wir nicht trocknen, weil der Nachbar in seiner Küche schläft, aber irgendwie teilweise schon aber nicht alles, ich weiß jetzt auch nicht so genau) und so wurde aus einer halbe Stunde Entspannung eine Stunde rumirren. Dafür doppelt so viel Hörbuch, ich will mich also nicht beklagen. Mit Hörbuch auf dem Ohr ist fast jeder Umweg willkommen.

(Warum ich hier ein Bild von Konrad Zuse reingeschummelt habe? In der U5-Station Weberwiese, wo ich auf der Fahrt raus und rein und raus musste, gibt es eine Sonderausstellung.)

p.s.: Da schon Fragen kamen: Ja, der Wochenpost kommt auch noch. Morgen, ok?

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Mehr 12 von 12 gibt es hier.

Kategorien: 12von12

leitmedium

Parteiloser Postprivatier.

19 Kommentare

Anja Hartmann · 12. Dezember 2016 um 21:15

Wait – waren das nur 11? Tststs… – Aber was ich eigentlich sagen wollte: Wer sagt denn, dass das +1 das jüngste Kind sein muss?! Kann sich doch jede/r von Euch als +1 definieren, wenn er/sie mag – rotation curation oder so…

    leitmedium · 12. Dezember 2016 um 21:22

    Ja, das waren nur 11! Skandal! Ich werde das sofort ausbessern 🙂

Sandra · 12. Dezember 2016 um 21:46

Die Uhren zu verstellen ist sehr verrückt. Mein Mann macht das auch. Bis heute war ich mich absolut sicher, dass sonst niemand so etwas tut.

    Sandra · 12. Dezember 2016 um 21:47

    Und dank des nicht schlafenden Babys ist mir auch die Sprache abhanden gekommen. MIR!!!

    leitmedium · 12. Dezember 2016 um 21:48

    High Five für Deinen Mann 🙂

      Sarina · 13. Dezember 2016 um 0:54

      Unsere Uhr im Bad geht auch schon immer vor. Beabsichtig. 😉 Blöd, wenn ausgerechnet hier mal die Batterien leer sind … dann kommen wir meist zu spät. 😀

Katharina · 12. Dezember 2016 um 22:11

Ich hab auch alle Uhren verstellt. Versteht mein Mann aber nicht.. 😉

Christian · 12. Dezember 2016 um 22:35

Endlich jemand der das mit den Uhren auch macht. Mein Frau ist deswegen total sauer. Ich verstelle die alle paar Monate, damit ich nicht irgendwann die richtige Zeit weiß, obwohl eine Uhr die Falsche anzeigt. Und jede einstellbare Uhr im Haus zeigt eine andere Uhrzeit, außer in der Küche, Backöfen und Wanduhr sind gleich, sonst würde es ja auffallen.

Verena · 12. Dezember 2016 um 23:25

Hier auch Team Uhrenvorsteller.
Neulich ist meine Armbanduhr nachgegangen. Das war auch sehr schön. Ich hatte so unfassbar viel Zeit ?

Annika · 13. Dezember 2016 um 1:10

Ich hatte mal einen Mitbewohner, der auch immer alle Uhren in der Wohnung umgestellt hat. Das Phänomen scheint also weiter verbreitet zu sein als gedacht. Und so zwei/drei Minuten geht meine Armbanduhr auch immer vor, das minimiert das Verspätungsrisiko.

Was den Blogtitel angeht, habe ich da tatsächlich auch letztens schon mal drüber nachgedacht. Die Argumentation in meinem Kopf (ja, ich führe öfters mal angeregte Diskussionen in meinem Kopf), die du dir gerne ausleihen kannst, war die, dass du ja jetzt auch das +1 sein könntest, das auf seiner Perspektive über das Leben mit den anderen vier berichtet.

Nadine · 13. Dezember 2016 um 7:48

Zu der +1-‚Diskussion‘: Hattest du nicht erst in einem deiner letzten Posts darüber geschrieben, dass du das +1 bist? Mit einer ähnlichen Begründung, wie Annika vorgeschlagen hat: Du erzählst aus einer anderen Perspektive von eurem Leben als Frau Mireau mit den Kids oder so…

Da Na · 14. Dezember 2016 um 7:40

Ach ich dachte immer DU bist das plus eins!

Kleineschwarze · 14. Dezember 2016 um 19:30

Ich finde das mit den Uhren gar nicht verrückt 🙂
Könnte aber auch daran liegen, dass ich das auch mache und es wirklich wunderbar funktioniert 😉
VG

Katharina · 17. Dezember 2016 um 11:24

Ich finde es nicht verrückt, die Uhren zu verstellen. Das mache ich auch. Und rechne dann immer gedanklich zurück und denke mir, die Uhr geht ja 5 minuten vor. Was ich tatsächlich verrückt finde, ist, dass du dich tatsächlich beeilst 😀

Sandra · 20. Dezember 2016 um 11:31

Auch ich bin ein „Uhrenvorsteller“ – hilft leider nicht immer *gg*

Anna · 3. April 2017 um 19:29

Mmh, vielleicht „Papa erzählt von früher“ oder „nen Schwank aus seiner Jugend“..? Obwohl die Comics da vielleicht auch schon farbig waren? Weiß nich ? Aber Gott oder wem/was auch immer sei Dank eben kein Vergleich zu „Papa erzählt vom Krieg“. Finde ich irgendwie etwas anmaßend.

12 von 12 im Dezember 2016 - Geborgen Wachsen · 12. Dezember 2016 um 21:05

[…] Heute ist der 12. Dezember. Ein Montag, an dem ich Euch mit 12 Bildern mit durch meinen Tag nehme zwischen Arbeits- und Kinderzeit kurz vor Weihnachten. Die 12 Bilder meines Mannes findet Ihr hier. […]

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