Schwangerschaft ist keine Krankheit, oder: Wer holt jetzt was zu trinken?

Veröffentlicht von leitmedium am

IMG_2786

Endlich liegen wir alle im Bett. Bis dahin ist es ein langer Weg. Das aktuelle Abendritual sieht so aus:

1. Abendessen.

2. Die Kinder stürmen entweder ins Bad oder weigern sich. In beiden Fällen muss ich sie dazu bewegen, sich die Zähne putzen zu lassen. (Seit ich Kinder habe, sind meine Zähne in einem deutlich besseren Zustand als vorher). Während die größere Tochter das alles halbwegs allein macht, muss ich mir für den Sohn allerlei Geschichten ausdenken. Derzeit ist „Roboter-Putzen“ angesagt: Er darf mich während des Putzens an der Nase an- und ausschalten, was zu quietschenden Geräuschen, rollenden Augen und einer Art Stopptanz-Zähneputzen führt.

3. Nach dem Zähneputzen ist die Kunst, die Kinder nicht weglaufen zu lassen, sondern sie in Schlafkleidung zu komplimentieren. Ja, Du darfst Dein Roboter-Hemd anbehalten. Nein, die Hose mit dem Sand musst Du bitte ausziehen.

4. Der Sohn geht mit @fraumierau ins Bett und hört seine Lieblingsgeschichten.

5. Die Tochter geht mit mir auf die Couch und ich lese ihr aus einem Buch vor. Aktuell Ella in der Schule – was gut zur Einschulung passt (Mein <3 für den verplanten Pekka).

6. Ich gehe mit der Tochter zum Rest der Familie ins Familienbett. (Schreibe ich jetzt eigentlich, dass wir da vier sind oder fünf?)

7. Ruhe. Zeit das Licht auszumachen. Jetzt eine halbe Stunde im Bett dösen, bis beide Kinder eingeschlafen sind.

Endlich liegen wir alle im Bett. Ich entspanne mich und denke über… STOP.

»ICH HAB DURST.«

Beide Eltern überhören den Satz diskret. Die Lust, vom Familien-Hochbett runterzukrabbeln, in die Küche zu gehen, eine Trinkflasche zu suchen, auszuwaschen, mit Wasser zu füllen und ins Bett zu bringen, hält sich allgemein in Grenzen.

»DURST«

Ich mache das Licht an und sehe flehend @fraumierau an. Was nicht ganz klappt, weil sie meinen Blicken ausweicht.

»DURST DURST DURST!«

»Wirklich?« frage ich, noch leicht hoffnungsvoll beruhigend.

»ICH FADURSTE!«

»Spielen wir drum eine Runde Schnick-Schnack-Schnuck?« frage ich fraumierau.

»Ey, ich bin schwanger!« poltert sie.

»Moment mal, schwanger sein ist keine Krankheit« entgegne ich eloquent Blog-gebildet und sehe Satz- und Match-Sieg in greifbarer Nähe.

»Aber ich bin wirklich krank.« wirft sie ein und niest. Achja.

Ich gebe mich geschlagen.


 

Übrigens: Ihr könnt dieses Blog jetzt auch per E-Mail abonnieren. Dann verpasst Ihr keine neuen Artikel: einfach hier anmelden!

Wenn Ihr einen Familien-Samstag sehen möchtet, könnt ihr die 12 von 12 im September anschauen.

Kategorien: Allgemein

leitmedium

Parteiloser Postprivatier.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.