Der pathologisierte Kinderschlaf

Veröffentlicht von leitmedium am

Werbepause. »Finden Sie Ihren Partner fürs Leben mit Elite Partner«. Ob jemandem die Ironie auffällt, denke ich? Es läuft auf RTL eigentlich gerade das »Erziehungsexperiment«, das letztlich nur ein Einschlafexperiment ist. Es geht darum, kleine Kinder ohne viel Weinen in ihren Betten schlafen zu lassen. Allein. Sonst seien sie ja so süß, außer abends. Da nerven sie. Während sich die Erwachsenen darüber Gedanken machen sollen, wie sie Partner fürs Leben finden – um nie wieder allein einschlafen zu müssen. Weil sie nicht allein sein wollen.

Ich hatte die Ankündigung für die Sendung gesehen und meinen Augen nicht getraut: Machen die wirklich Live-Schaltungen mit Nachtsichtkameras in Kinderzimmer, um zu sehen, wie es mit dem Einschlafen klappt? Ja, sie tun es. Und niemand scheint sich daran zu stören – aber wehe, jemand thematisiert andernorts die positive Seite von Kinderfotos im Netz. Für den Abend nehme ich mir vor, alle technischen Hürden zu meistern (wie empfängt man RTL?!), um mir anzusehen, was dort einem Millionenpublikum über Kinder und Schlaf erzählt wird.

Letztlich wird Kinderschlaf wie üblich pathologisiert. Wie eine Krankheit wird darüber orakelt, warum Kinder nicht schlafen. Natürlich belastet es Eltern, wenn ihre Kinder abends keine Ruhe und sie selbst dadurch keine wichtige Erholungsphase finden. Doch die Schuld wird immer wieder den Kindern zugewiesen, die dann so viel schreien, zappeln, unruhig sind. Und eben nerven, die kleinen Quälgeister.

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Auch eine Form von Elite Partnern

Dabei macht die Sendung eigentlich etwas ganz anderes: Sie therapiert Elternpaare in der Öffentlichkeit. Denn natürlich sind es nicht die Kinder, die nicht einfach einschlafen können – es geht hier nicht um körperliche oder psychische Indikationen – sondern schlichtweg die Eltern, die Hilfe brauchen. Das ist nichts Verwerfliches und es ist gut, dass es viele Hilfsangebote gibt. Inszeniert wird es jedoch als Behandlung der Kinder, denn da lässt sich besser drüber scherzen. Wenn dann eine Beraterin, die per Funkkontakt Eltern Anweisungen gibt, als Sozialpädagogin vorgestellt wird, sollte eigentlich klar sein, worum es hier geht: Intervention im Elternhaus – aber nein, die Kinder und ihr Schlaf werden weiterhin pathologisch behandelt.

Und nie wird die eigentliche Frage gestellt: Warum zur Hölle müssen die Kinder allein in ihren Zimmern schlafen, wenn sie es ganz offenbar nicht wollen? Das Ritual Kind ins Bett, Verabschiedung, allein lassen steht außerhalb jeglicher Diskussion. Denn dann hat man Zeit für RTL und Elite Partner Werbung. Einer der anwesenden Promis weist kurz darauf hin, dass Kinder vielleicht einfach nicht allein sein wollen. Es bleibt unerhört, denn so schläft man nunmal in Deutschland.

Es ist ein trauriges Spiel und es bricht einem das Herz, wenn man zusehen muss, wie eine Mutter angewiesen wird, das Kind allein zu lassen, dass dann vor laufender Kamera schreit. Immerhin, die Mutter darf zurück. Wie sehr wir doch von unseren Schlaferfahrungen geprägt sind, denke ich. Wir wurden auch allein gelassen im Zimmer, also kommen wir nicht auf die Idee, dass es auch anders geht. Dabei gibt es viele Wege, wie Kinder schlafen können – und jede Familie sollte den Weg finden, der zu ihr passt. Stattdessen wird das Generalkonzept Alleinschlaf im Kinderzimmer von Sozialpädagoginnen live vor der Kamera durchgeboxt. Die erschöpften Eltern sind natürlich dankbar, dass ihre Kinder endlich mal etwas früher eingeschlafen sind.

Es war eine perfide Sendung, in der hilflose Eltern vorgeführt wurden und zugleich die Mär des krankhaft nicht einschlafendes Kindes weiter inszeniert wurde. Wieder sind Eltern verunsichert, warum ihre Kinder nicht pünktlich nach hinten umkippen und einschlafen, wieder wird der Absatzmarkt für widerliche Bücher wie „Jedes Kind kann schlafen lernen“ gefördert. Wieder wird dabei geholfen, dass tausende Kinder abends allein in ihren Betten schreien. Weil, das macht man doch so. Hat uns ja auch nicht geschadet! Hat es vielleicht doch, sonst würden wir es den Kindern nicht antun.

Ein Kind ruft. Es ist wach. Ich gehe in unser Schlafzimmer, wo zwei unserer Kinder im Familienbett schlafen. Ich lege mich dazu, lege ruhig die Hand auf den Bauch und flüstere „Ich bin da, keine Angst.“ Es dreht sich um, kuschelt sich ein und schläft wieder. Kurze Kontrolle, ob keine Raubtiere da sind – ein ganz normales menschliches Gefühl. Ich kann es verstehen. Ich finde allein sein auch manchmal gruslig.

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Kategorien: Allgemein

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Parteiloser Postprivatier.

47 Kommentare

Silke Hennicke · 6. Oktober 2016 um 10:04

Hallo, ich habe mir nur einen Bruchteil der Sendung angesehen, denn dann hat mein Kind (welches immer im Elternbett schläft) mich gerufen. Ich habe mich mit zu meinem Kind gelegt,haben noch ein bisschen erzählt und angekuschelt und sind dann gemeinsam eingeschlafen.
Der Text oben beschreibt genau das was ich auch empfunden habe. Danke

    Susanne · 7. Oktober 2016 um 7:39

    Ich habe diese Sendung auch gesehen, und mein Kind schläft seit seiner Geburt in unserem Ehebett, was mich überhaupt nicht stört, und ich finde das auch gut so…
    Aber die Meinung, dass hier Eltern vorgeführt wurden, kann ich nicht teilen, diese Eltern wurden bestimmt nicht gezwungen und haben offensichtlich Hilfe gesucht!
    Ich denke, dass Vieles was in uns schlummert auf seinem früheren Elternhaus basiert, und wie liebevoll man erzogen wurde. Ich durfte Gottseidank in einer total behüteten und liebevollen Familie mit großartigen Eltern aufwachsen, die uns aber nach einer gewissen Zeit gelernt haben, in unseren eigenen Betten zu schlafen.
    Also ich denke einfach die Mischung machts, ich werde meinen Sohn so lange bei mir schlafen lassen, bis der dieses nicht mehr möchte!! Und zu dieser Sendung kann ich nur sagen, ich denke dass sich dadurch viele Eltern wieder gesehen haben, und sehen dass sie mit diesem einen „Problem“ nicht alleine sind, und es durchaus ein weit verbreitets Thema ist! Man sollte nicht immer nur Negatives sehen!

Bruno · 6. Oktober 2016 um 10:13

Großartig. Tolle Worte.

Paula Deme · 6. Oktober 2016 um 10:17

Danke für düsen Beitrag!

Ich verstehe beim besten Willen nicht, was man sich da wieder gedacht hat.

Ich mag mich gut erinnern, als ich noch Gruppenleitung war in einer Kita wie nervenaufreibend Gespräche mit Eltern waren die so begannen: „Aber ich hab das SO bei RTL (Die Super Nanny) gesehen!“

Und jetzt kommt das nächste Gespenst…

Liebe Grüsse aus der Schweiz,

Paula

Corinna · 6. Oktober 2016 um 10:29

Danke für diesen Text, Du schreibst mir aus der Seele. 😀 Ich habe die Vorschau für die Sendung gesehen und mich schon arg gewundert. Kinderschlaf als PrimeTime-Unterhaltung? Echt jetzt? Und wie viele sich da offenbar angesprochen fühlen – erschreckend.

Ich muss allerdings gestehen, dass ich ganz glücklich bin, mein Bett wieder für mich zu haben. Die Tochter (4) ist ins Kinderzimmer umgezogen. Zum großen Bruder. Freiwillig. 🙂

dana · 6. Oktober 2016 um 10:31

Tolle Worte!
Kann es nicht verstehen das viele Eltern es nur als Belastung sehen ihre KInder ins Bett zu bringen. Ja es kann schon mal anstrengend sein, aber ich liebe diese Stunde(selten kürzer) wo gekuschelt und erzählt wird gelacht ohne Ende ….. bis er einschläft und ich gleich mit oder es doch nochmal ins Wohnzimmer 😉 schaffe!
lg Dana

Daniela · 6. Oktober 2016 um 10:38

Ich habe gestern kurz pe Zufall fünf Minuten der Sendung gesehen. Danach musste ich umschalten, weil ich den Schwachsinn nicht länger ertragen konnte. Lange ist mir im Kopf rumgegangen: Wie können nur erwachsene Menschen allen Ernstes so einen Quatsch reden. Das ist doch nicht möglich…

MC · 6. Oktober 2016 um 10:39

Ich kann dem „Artikel“ nicht zustimmen. Ich habe die Sendung nicht gesehen aber ziehe dennoch folgende Schlüsse, die aus meiner Sicht logischer sind, als die der Autorin: Die Sendung läuft auf RTL, es wird ein streitbares Thema zum zentralen Gegenstand gewählt. Ich schließe nun schon einmal, dass es keine wissenschaftliche, sondern eine hemdsärmlige Schmalspuranalyse mit hohem praktischen, aber fast „null“ repräsentativem Anteil ist. Ich rege mich also nicht darüber auf. Soll der mündige TV-Zuschauer doch Sprosse für Sprosse die Erkenntnis gewinnen, dass das Unsinn ist. Für alle anderen kann das durchaus eine Hilfe sein, oder zumindest ein Anfang.
Der zweite Punkt ist die ewige Leier der Kinder, die bei ihren Eltern im Bett schlafen. Fast schon mit religiösem Eifer stecken die Vertreter dieser Eltern ihre Flagge in die Wahrheit. NATÜRLICH will das Kind nicht alleine schlafen, das solle man doch als Elternteil endlich anerkennen und nicht, „wie in Deutschland üblich“ das Kind zum alleine schlafen zwingen.Es ist immer der Mix, der es macht. Das Leben und die Erziehung sind nicht binär. Der gemeinsame Schlaf ist eine Möglichkeit, dem Kind Sicherheit zu verleihen, das es sonst wohl vermissen würde. Vertrauen, welches nicht da ist, fehlt, zu stützen, in dem man ab und zu rein geht und die Hand auf den Bauch legt oder die Kinder gleich kategorisch im „großen Bett“ schlafen lassen und das mit einer essentiellen Notwendigkeit für das Kindeswohl zu rechtfertigen, ist in meinen Augen missionarische Küchentischpsychologie. Kinder können mit einem viertel Jahr alleine schlafen. Die werden dadurch nicht dümmer oder weinerlicher, unkonzentrierter, dicker, hässlicher oder was auch immer für wissenschaftlich unhaltbare Studien für Konsequenzen ankündigen. Die Vielschichtigkeit einer Erziehung sollte immer ganzheitlich betrachtet werden und wenn man sich schon über RTL und deren Präsentation in der Sendung stellt, dann sollte man das erkennen und nicht auf dem gleichen Niveau sich diesen einen Aspekt der „Einschlafhilfe“ herauspicken. Aber in Zeiten einer Hashtag-Kultur ist dies wahrscheinlich der Fluch: Themenkriege, Extrempositionen, Überforderung.

Und das Thema Kamera: Ich habe den Kommentar mit den Kinderfotos im Netz nicht verstanden. Wenn Sie dort mit Empörung kommen, dann doch bitte wegen der Kinder, die nicht gefragt werden (können), ob sie das möchten. Ansonsten sind die Bedenken alberner Natur und rühren von einem worst-case-Denken, das ich nicht teile.

Solche Sendungen sind mMn zwei Dinge gleichzeitig: Der Versuch, diese Themen zu „pathologisieseren“ (?) und der Versuch, sie nicht zu pathologisieren. Beim Lesen von Ratgebern merkt man das sehr schnell: Man solle alles sehr natürlich, instinktiv betrachten. Alles sei erlaubt, aber es gebe eben doch ein paar Regeln….. schnell wird die Literatur zum zweiten Denkapparat, welche sich über Bauchgefühle hinwegsetzt. Ich kann nur allen raten: Lest nicht zuviele Blogs, schaut nicht (oder gar kein) so viel TV, lasst die Erziehungsratgeber sein. Unterhaltet euch mit anderen Eltern aber lasst euch nicht missionieren. Hört auf euer Bauchgefühl und denkt über Moral und Glück nach, ehe ihr Kinder in die Welt setzt.

    leitmedium · 6. Oktober 2016 um 10:41

    Sie haben die Sendung nicht gesehen und bezeichnen mich als Autorin? Nun, dem kann ich nicht zustimmen. 🙂

      Bruno · 6. Oktober 2016 um 11:06

      Hallo MC,

      was für ein Text. Wow, aber wenn Sie die Sendung nicht gesehen haben, einfach nicht drüber schreiben! Klar hat jeder seine Methode, aber zu meinen ein 1/4 Jahre altes Kind kann gut allein schalfen, nein, das glaube ich nicht.

      Wenn ich mich mit anderen Eltern unterhalte und deren Sichtweise übernehmen würde, dann wären meine Kinder keine Familienbettschläfer. Aber wer will das schon?

        Katrin · 6. Oktober 2016 um 12:28

        Ich kann „MC“ in vielen Punkten auch nicht zustimmen und fand die Sendung – obwohl ich nach einer halben Stunde den Quatsch nicht länger ertragen konnte – auch ziemlich scheiße!
        Und trotzdem muss ich mal eben sagen: es gibt Kinder, die so früh alleine schlafen! Mein Sohn schläft in seinem Zimmer seit er 8 Wochen alt ist. Ich hatte eigentlich gedacht, dass er die ersten Monate bei uns schläft, aber es kam anders als geplant. Und es ist für ihn genau richtig! Er schläft wunderbar und mit seinen jetzt 4 Monaten auch schon durch – und das ohne Weinenlassen oder diesen ganzen anderen grausamen Quatsch! Man sollte nicht immer alle Eltern verurteilen, nur weil die Kinder im eigenen Zimmer schlafen!

          Hancock · 6. Oktober 2016 um 13:26

          Danke Karin! Unsere Lütte schläft seit sie vier Monate ist im eigenen Bett (ist nun 2 Jahre. Wenn sie mal phasenweise weint sind wir immer für sie da und reden, schmusen, nehmen sie hoch, ganz wie sie es braucht. Jede Familie muss ihren Weg finden und jedem Beteiligten soll es dabei gut gehen.

          Christine aka stine1 · 6. Oktober 2016 um 13:46

          Unsere Maus schlief auch schon mit 2 Wochen nachts besser im eigenem Bett im eigenem Zimmer nebenan als mit bei uns. Jeder Jeck ist anders.

          Insche · 6. Oktober 2016 um 15:27

          Richtig! Kindererziehung ist nicht binär – das kann ich so unterschreiben. Ich finde es nur immer lustig, dass Eltern – bevor das Kind überhaupt geboren ist – schon sagen: Unser Kind soll im Familienbett/sofort im eigenen Zimmer schlafen. Ohne das Kind und seine Bedürfnisse überhaupt zu kennen. Oder auch seine eigenen, wenn das Kind dann da ist. Eins meiner Kinder hat am besten im Tragegurt geschlafen, ich hab es trotzdem nachts nicht getragen (meine Grenze).

        MC · 6. Oktober 2016 um 13:02

        Ich schreibe nicht über den RTL-Beitrag sondern ich adressiere DEN Autor (Bevor dieser Faux-pas wieder als „Leit“argument angeführt wird). Das steht ja aber auch in meinem Text. Und zu dem Thema darf ich sicher auch eine Meinung haben. Wenn hier nur die Kuschelwuschel-Eltern „Bravo, bravo“ posten dürfen, wäre das dürftig.
        Zum Thema „Kuschelwuschel“: Ich habe meine Kinder die maximale Zeit um mich, genieße jede Minute und, wäre ich ein Känguru, wären sie den ganzen Tag in meinem Beutel 🙂 Und trotz gewaltiger charakterlicher Unterschiede untereinander haben wir mit allen ein tolles Schlaferlebnis – getrennt vom Elternhaus. Das erste Kind ist tatsächlich mit 3 Monaten ausgewandert und hat durchgeschlafen. Trotz Stillen. Wir Eltern sind von 24h nicht selten 18-20h im Dauereinsatz, gerade in den ersten Monaten. Es gab bei uns nie ein Signal, dass ein Ausquartieren nicht akzeptiert wurde. Und wir als Eltern haben die Nacht und das Bett für uns – ganz wichtig 🙂 Aber vielleicht machen wir auch in der Beziehung alles richtig und/oder haben Kinder mit dem richtigen Mind-set-up? Vielleicht, vielleicht,… mir ist nur wichtig zu sagen: Hört auf, ähnlich wie manche Veganer das leider sehr klischeehaft betreiben, diesen Meinungsfaschismus in blumige Worte zu kleiden und lasst Eltern, die ihre Kinder in ihrem eigenen Zimmer schlafen lassen. Diese komische RTL-Sendung brauch ich nicht gesehen zu haben, da diese mMn nur ein Vehikel für die besagte Meinung des Autors war.

      MC · 6. Oktober 2016 um 12:40

      Autor, sorry.

        LiLau · 7. Oktober 2016 um 9:21

        Unsere Tochter schläft seit der 10 Woche 10-12 Stunden durch – und das in ihrem eigenen Bettchen, in ihrem eigenen Zimmer – ohne Schreienlassen (Überwachung per Babyphone).
        Wir bringen sie ins Bett, wenn sie müde ist und dann schläft sie sehr schnell ein.
        Ich habe sie dann mal wieder zu uns ins Bett geholt (da ich dachte, sie ist noch so klein und habe promt die Quittung erhalten). Sie schlief extrem unruhig, wachte 3-4 mal auf und es dauerte eine Weile bis ich sie wieder beruhigt hatte und sie einschlief. Ich dachte, gut, evt. hatte sie einfach einen schlechten Tag/Nacht. Also probierte ich es nochmals eine Nacht und genau das gleiche Spiel.
        Also legte ich sie wieder in Ihr Bett, in Ihrem Zimmer und TaTa – der Spuck hatte wieder ein Ende. Sie schlief ruhig und friedlich gleich 12 Stunden durch.
        Jedes Kind ist anders und man muss individuell beurteilen. Ich richte nicht über Eltern, die ihr Kind bei sich schlafen lassen oder eben nicht – das müssen die Eltern für sich (zum Wohle des Kindes) selbst entscheiden. Man merkt ja, was dem Kind beim Schlafen am besten bekommt.
        (Habe die Sendung ca. 10 Min geschaut, dann umgeschalten)

Calliope · 6. Oktober 2016 um 10:39

Danke für diesen großartigen Text. Nach fast viereinhalb Jahren Familienbett und einem guten Jahr in Viererbesetzung denkt zumindest mein Mann laut darüber nach, das große Kind auszuquartieren. Aber auf Stress habe ich keine Lust. Und auch nicht auf Geschwisterneid. Das große Kind würde nachts sowieso wieder umziehen und mir reicht es vorerst, dass sich die beiden tagsüber darum balgen, wer auf meinem Schoß sitzen darf. ?

Bianca · 6. Oktober 2016 um 10:43

Ich weiß schon warum ich mir RTL & Co seit Jahren nicht mehr antue :p

Es sollte aber endlich verboten werden Kinder im Fernsehen vorzuführen. Wenn Erwachsene es mit sich machen lassen, ok. Aber Kinder können sich nicht wehren!

Corinne · 6. Oktober 2016 um 10:56

Danke, das ist so wichtig.

Beatrice · 6. Oktober 2016 um 11:03

Applaus, Applaus! Besser hätte ich es nicht sagen können. 😀 Ich hab auch erstmal lange gesucht, bis ich den RTL Sender gefunden habe…der kommt irgendwo so weit abgeschlagen, dass ich schon dachte, wir hätten ihn garnicht.
Und ich habe auch nicht lange zugeguckt, weil es mich geschüttelt hat. Dieses Vorführen. Diese armen Kinder. Diese armen Eltern. Ich denke auch, macht doch einfach eine für alle kuschelig empfundene Schlafsituation mit schönem Licht. Keiner muss alleine liegen. Und wenn man das abends entspannt angeht, klappt das in der Regel auch ganz gut mit dem Schlafen.
Ich kenne natürlich auch so mega anstrengende Phasen, in denen einfach keine Ruhe rein kommt. Dann überlege ich mir einen neuen Ablauf, oder ich habe auch schon mehrfach Betten umgekramt und dann klappt das wieder. Aktuell schlafen wir im Familienbett. Und wenn das nicht mehr klappt, dann probieren wir was neues.

Tanja · 6. Oktober 2016 um 11:13

Ein toller Text – danke dafür. Ich kann dem voll und ganz zustimmen. Ich möchte an dieser Stelle jedoch noch eine Lanze brechen für den Experten (Prof. Schulte-Markwort), der oftmals wirklich intelligent geantwortet hat – aber leider viel zu selten und zu kurz zu Wort kam. Vermutlich zu wenig RTL-tauglich. Ich muss nur sagen: dass er überhaupt dort war, hat mich wirklich (positiv) überrascht. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er mit all diesen Tipps, die diese Damen per Headset ins Kinderzimmer weitergaben, konform ging!!

Sabine · 6. Oktober 2016 um 11:16

Super Bericht! Vielen Dank. Unser Kleiner schläft schon immer mit im Ehebett und das sehr gut und meistens sogar durch (mit einem Jahr!) Aber wie kann ich das Bett absichern dass er nicht doch mal herausfällt? Hat da jemand vielleicht eine Idee?

    Mandy · 6. Oktober 2016 um 12:42

    Hallo, da gibt es wunderbare Bettgitter, die das Kind vor dem Rausfallen schützen, z.B. auf Amazon von Safety 1st und anderen Anbietern. Die werden einfach unter die Matratze geklemmt und funktionieren wunderbar. 🙂

rrho · 6. Oktober 2016 um 11:19

Eines unserer Kinder brauchte zum Einschlafen lange Zeit Körperkontakt und Anwesenheit. Das andere wollte am liebsten alleingelassen werden und wurde eher gestört, wenn wir dabei blieben. Eben dieses Kind aber kam gestern Abend noch einmal aus dem Bett getapst; ich habe mich dann neben das Bett gelegt und es am Arm gehalten. Zack, schnarch. Man kann ja wenigstens versuchen, sich je nach Moment an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren.

    Silke Hennicke · 6. Oktober 2016 um 12:39

    Sehe ich ebenso. Bei uns ist es auch mal so oder so. Je nach Bedürfnis halt.

Rebecca · 6. Oktober 2016 um 11:42

Ich bin wirklich gegen das Weinen lassen von Babys und Kindern zum eingeschlafen und kann beim besten Willen nicht verstehen, wie sich diese Unsitte so lange hier halten kann. Allerdings wird nie erklärt, über welchen Umständen das „Ferbern“ entstanden ist. Der gute Herr hat damals eine Methode gesucht, mit der Kinder einschlafen lernen sollten, deren Eltern psychisch so fertig waren, dass sie damit liebäugelte, ihre Kinder zu misshandeln, zu schütteln oder Schlimmeres. In der Situation ist es sicher besser, das Kind weinen zu lassen als es vielleicht zu verletzen oder umzubringen.
Ich gehe aber mal ganz schwer davon aus, dass die wenigsten Eltern wirklich so stark belastet sind, dass sie zu dieser Gruppe Eltern gehören. Wieso wird das Schlafprogramm also so verdreht, dass man es auf alle Kinder anwendet? Es ist mir wirklich ein Rätsel und es macht mich immer wieder traurig, denn es steht ein größerer Zusammenhang dahinter für das Kind.
Kinder unter zwei Jahren haben extreme Schwieigkeiten, wenn sie dauerhaft unter Stress gesetzt werden. Sie benötigen Körperkontakt, um sich zu beruhigen. Ist permanent keiner da, ist sogar möglich, dass die Bildung der Hormone, die wir zum Abbau des ganzen Cortisols (Stresshormon) brauchen ganz zerstört wird durch die Dauerbelastung.
Das bedeutet ein Leben lang zu viele Stresshormone im Körper.
Wie es einem Menschen unter Dauerstress geht, ist sicher allen klar.

Nicki · 6. Oktober 2016 um 12:18

Ich hab mir das garnicht erst angetan den mist zu gucken. Meine kleine 7 Monate schläft bei mir im Bett und fühlt sich auch wohl, sie ist ein entspanntes und fröhliches Kind und hat mir deutlich Signalisiert das sie nicht in ihrem Bett was direkt an meinem steht schlafen will. Menschen sind Rudeltiere und hilflose Babys die auf ihre Mama angewiesen sind sollten demnach auch nah bei ihrem Versorger schlafen. Wenn man sich andere Säugetiere anschaut, sieht man das die auch immer nah bei ihren Kindern sind. Warum dann nicht auch der Mensch? Der in dem Fall mal die “Intelligenz“ bleiben lassen sollte und auf die eigenen und die Instinkte vom Kind hören muss.

Michael · 6. Oktober 2016 um 13:41

Hmm. Also, ich hab die Sendung auch nicht gesehen. TV insgesamt und RTL im Besonderen wird bei uns nur von »Frau Schatz« konsumiert. Ich bin mehr der Typ für selber nachdenken, Dialog und Erfolg durch Try&Error.
Aber in diesem Punkt muss ich mich „MC“ anschließen: Wer glaubt, dass RTL (irgend)eine Bereicherung sein könnte, glaubt auch dass Zitronenfalter Zitronen falten. Das ist, meiner bescheidenen Ansicht nach, 24/7 nur Brot fürs Volk, am Besten in gemeinsamer Gabe mit leichten alkoholischen Getränken, kohlehydratereichem Knabberkram und rot-weiß-schwarzer Boulevardpresse gegeben – damit das Gehirn nicht aus Versehen dabei aufwacht und merkt was da wirklich vor sich geht.
Sich über den Sinn und den Inhalt irgendeines RTL-Programmes zu unterhalten entbehrt in meinen Augen jeder Grundlage und kommt in seiner Sinnhaftigkeit einer Diskussion mit einem Flat-Earth-Typen gleich. Darum hierzu von mir: kein Kommentar.

Warum ich dann überhaupt kommentiere, wenn nicht um zu diskutieren? Na, um DANKE zu sagen natürlich! Vielen Dank!

Du hast mich eben nochmals darin bestätigt auch in Zukunft lieber alles zu machen, nur nicht fern zu sehen. Mit den alten Gewohnheiten ist das ja sonst immer so eine Sache in die man leicht zurückfällt. Der Einblick in das aktuelle Fernsehprogramm durch diesen Artikel müsste reichen um mich wenigstens drei weitere Monate von der Kiste weg zu halten. 🙂

Da wartet noch viel zu viel Leben da draußen, um es an RTL & Co. zu verschenken.

Gabriela · 6. Oktober 2016 um 13:46

Ich seh nicht fern und auch kein RTL. Ich hätte mir das auch nicht angesehen. Aber den Text dazu hier habe ich gelesen und finde ihn gut, wie die meisten anderen Texte hier auch.
Ich kann dem Text übrigens nicht entnehmen, dass der Autor meint, Kinder müssten im Familienbett schlafen. Ich fand es sehr anstrengend mit Kind im Bett und habe das nach einem Jahr mit großer Freude beendet. Seitdem habe ich deutlich besser geschlafen und war sehr viel ausgeruhter morgens. Was gut für mein Kind war.
Das aber über drei Jahre mit uns im Schlafzimmer geschlafen hat. Zum einen, weil ich es praktischer fand, nachts nicht durch die ganze Wohnung laufen zu müssen, wenn das Kind wach wurde (und ihm das auch zu ersparen!). Zum anderen, weil ich auch denke, dass alleine schlafen einfach kein wirkliches Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln kann. In Zeiten schwerer familiärer Krisen habe ich übrigens das Kind auch wieder bei mir schlafen lassen. Man muss nicht ängstlich und traurig alleine in seinem Zimmer liegen, wenn man eine schwierige Phase hat.

Nana · 6. Oktober 2016 um 13:51

Es gibt nicht nur schwarz und weiß! Es gibt nicht nur „mein Kind schläft bei mir und weint deswegen nie und fühlt sich nie alleine“ -Philosophie und es gibt nicht die „mein Kind muss im eigenen Zimmer schlafen und weint sich jede Nacht in den Schlaf“ -Ecke!
Nach 15 Jahren Elternarbeit, Babygruppen und 3 eigenen Kindern kann ich wirklich sagen dass eine ruhige und entspannte Umgebung abends das Wichtigste ist! Und wer das nicht verinnerlicht, der braucht sowieso mehr Hilfe/Rat im ganzen Alltag! Alles was zählt ist dass wir in Frieden leben und schlafen können. Mehr zählt nicht.Punkt.

Sandra Ternes · 6. Oktober 2016 um 14:37

Danke für den tollen Artikel. Ich schlafe auch nicht gerne alleine. Und ich kann die Kinder verstehen, die nachts nach den Eltern rufen und einfach nochmal das Kuscheln brauchen, auch wenn sie schon in Ihrem Zimmer schlafen wollen. Das machen wir als Eltern doch auch. Sich aneinander kuscheln und dann in Sicherheit einschlafen. Warum nimmt man die Kinder dann nicht zu sich ins Bett oder legt sich zu ihnen sondern kämpft gegen etwas an, was doch nur ganz natürlich ist. Da werden Kinder allein gelassen oder angeschimpf, wobei sie gerade in diesem Moment die Wärme und Sicherheit brauchen. Warum geben wir Ihnen das nicht einfach? Haben wir Angst, sie werden mit 18 immer noch in unseren Betten liegen? Viel zu schnell wird die Zeit vorbei sein und sie werden ihren eigenen Weg gehen. Vielleicht werden wir uns wieder wünschen, wir müssten nicht alleine schlafen, wenn wir irgendwann alt sind und vielleicht allein.

Sonja · 6. Oktober 2016 um 16:18

Hallo zusammen ,
Ich habe die Sendung verpasst wir waren beschäftigt , mit einschlafstillen ? was auch gut so ist.
Warum sollten wir was anderes machen als unsere Vorfahren vor uns?
Die haben die Babys auch bei sich gehabt und das sehr lange , das machen die in Afrika heute noch ich finde es schön mit der kleinen zaubermaus zu kuscheln bis sie einschläft. Friedlich und ruhig ohne Stress ohne ärger .
So soll es sein und wenn mal mit einschläft ist es noch nicht mal schlimm , das kommt vor und gehört auch dazu. Irgend wann ist diese zeit auch vorbei und so lange sollte man es genießen mit seinem Kind so lange zu kuscheln bis es einschläft.

Ilse · 6. Oktober 2016 um 17:36

Vor einigen Jahren hat die Landesmedienanstalt Bremen die Sendung „Supernanny“ (oder so ähnlich) dafür abgemahnt und die Ausstrahlung einer Sendung untersagt, weil darin die Misshandlung von Kindern dokumentiert wurde. Es klingt mir so, als sei auch diese Sendung ein Kandidat dafür. Grausam, unter dem Deckmantel eines „Ratgebers“ zu Unterhaltungstwecken das Leiden von Menschen Abzufilmen und auszustrahlen.

rt · 6. Oktober 2016 um 19:30

„Wir wurden auch allein gelassen im Zimmer, also kommen wir nicht auf die Idee, dass es auch anders geht.“

das ist der schlüsselsatz für vermutlich jedes erziehungsthema. ich bin mittlerweile davon überzeugt, dass die erziehung der eigenen kinder nur dann kindgerecht funktioniert, wenn wir unsere eigene erziehung reflektiert und aufgearbeiter haben. ansonsten übertrage ich alles ungeklärte fröhlich auf meine eigenen kinder. manchmal zu derem wohl, oft zu derem weh….

Kate · 6. Oktober 2016 um 20:58

Mag ja sein, dass manche auf das Familienbett stehen aber es gibt eben auch Eltern die das nicht wollen, Vollzeit arbeiten & ihren Schlaf brauchen und einfach kein Bock auf das Theater abends haben. Die können sich ja inspirieren lassen- was man dann letztendlich von den Tipps (ob aus Buch oder TV) anwendet bleibt ja jedem selbst überlassen.
Ich hab ne Freundin, die bei ihrer Mutter im Bett geschlafen hat bis sie 5 Jahre als war und jetzt in psychologischer Behandlung ist weil sie Verlustängste hat und nicht alleine sein kann (ihr Mann ist Pilot ?). Der Psychologe rät ausdrücklich dazu den Kindern beizubringen alleine zu schlafen damit sie keine Ängste entwickeln.
Familienbett ist bestimmt nett- kann aber auch Nachteile haben.
Das muss jede Familie für sich entscheiden…
Abends stundenlang mit dem zu Bett bringen der Kinder beschäftigt zu sein ist eine große Belastung und auch nicht unbedingt förderlich für die Paar-Beziehung, denn man ist nicht nur Elternteil sondern auch Partner und ich genieße die zwei Stunden „Freizeit“ allein zu zweit abends sehr. Zum Akku aufladen, Zeitung lesen und ja, manchmal auch RTL gucken. Ja, und? Bin ich deshalb eine schlechte Mutter? Ausgeschlafene Eltern & Kinder sind wesentlich besser gelaunt und weniger genervt denn Schlafentzug ist Folter und der Alltag ist anstrengend genug!
Ich bin auf jeden Fall froh, dass meine Kinder (3,5 J & 1,5J) ohne Probleme einschlafen- egal wo. Das gibt allen Sicherheit und sorgt für Zufriedenheit.

So, nun Feierabend ?

    Cuwe · 7. Oktober 2016 um 10:34

    Danke für die Stimme der Vernunft…

    Ich werde bei all den Tipps zum Schlafen mit Kind das Gefühl nicht los, dass die befürwortende Mütter (zumindest äußern sich in erster Linie Frauen) nichts mit ihren Partnern zu tun haben wollen oder keine besitzen…

    Hat jemand mal die Partner gefragt, was die davon halten, wenn die Kinder die ersten 12 Jahre zwischen einem liegen? Wie praktiziert man dann noch andere zwischenmenschliche Dinge, wenn die Kinder 16h am Tag um einen sind?

    ich bin der festen Überzeugung – unabhängig vonnRTL-Sendungen – die meisten Eltern wollen abends auch Zeit für sich und nicht mit Kindern im Bett verbringen… Im übrigen empfehlen die meisten Hebammen (zumindest die die ich kenne) auch, nach ca. 6 Monaten das Kind ins eigene Bett zu bringen und es dort zu belassen…

    Über die Methoden kann man sicherlich diskutieren, aber ewig mit den Kindern die Nacht verbringen? Morgens beim Aufstehen gerne, aber nicht 7-8h jede Nacht im Halbschlaf verbringen, nur weil man Angst das eigene Kind beim Drehen zu erdrücken oder aber vom Kinde geschlagen zu werden, weil es sich dreht…

    Und nun gute Nacht… ?

      leitmedium · 7. Oktober 2016 um 11:01

      Als Vater von drei Kindern kann ich antworten: Wir haben ein Familienbett und… drei Kinder. Ich bin immer amüsiert, wie wenig Vorstellungskraft Menschen besitzen, wenn es darum geht, nicht nur im Doppelbett Sex zu haben.

    Tom · 12. Oktober 2016 um 21:05

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Verlustängste deiner Freundin lediglich daher kommen, dass sie 5 Jahre im Bett der Mutter geschlafen hat. Es gibt da sicherlich noch eine Geschichte bzw. Beziehung drumherum.
    Generell finde ich, dass in den Kommentaren viel zu viel generalisiert wird. Der wichtigste Kommentar, den ich zu dem Thema gelesen habe, ist „jeder Jeck ist anders“. Es gibt hier bis zu einem bestimmten Punkt, der dann mit Gewalt zu tun hat, kein richtig oder falsch sondern nur Bedürfnisse.

    Ich finde es übrigens ziemlich peinlich, sich über Rechtschreib- oder Tippfehler zu beschweren (MC). Dein Beitrag wäre deutlich sympathischer, wenn du das gelassen hättest und das trägt wirklich nichts zur Diskussion bei, außer dass du die Seriosität des Autoren in Frage stellst. Das hilft niemandem weiter.

      MC · 12. Oktober 2016 um 21:14

      Hallo Tom,

      was genau meinst du denn Tom? Ich hatte aus versehen „Autorin“ statt Autor geschrieben, das wurde als Steilvorlage gern aufgenommen. Ich hatte jedoch zu keinem Zeitpunkt irgendeinen Fehler von jemandem erwähnt. Bitte genauer und bewusster lesen.

        Tom · 14. Oktober 2016 um 14:15

        Dritter Absatz deines ersten Beitrages:

        „…Versuch, diese Themen zu „pathologisieseren“ (?) “

        Hatte ich als Kritik an Rechtschreibung empfunden, falls das anders gemeint war, sorry. Kommt aber so rüber.

Nana · 7. Oktober 2016 um 0:16

Einer pakistanischen Freundin hatten wir extra hier ein Zimmer frei gemacht. Sie fühlte sich gar nicht wohl und bat darum, in einem gemeinsamen Schlafzimmer zu schlafen. Dort wird Familienbett und Familienzimmer noch nciht pathologisiert.

Holger · 7. Oktober 2016 um 11:18

Hallo zusammen,

ich habe den Beitrag gar nicht gesehen, da ich als Geld-ran-bringender Vater abends einfach froh bin MEINE Zeit mit den Kids zu verbringen.
Oder lief es zu anderer Zeit? Auch egal.
Eins steht fest: ein Kind muss nicht im Bett heulen.
Ich lege mich gern dazu, selbst wenn das Kind dann nicht einschlafen möchte. Unser 8 Monate alter Junge schläft i. d. R. im Beistellbettchen neben dem Elternbett, so wie auch sein 3-jähriger Bruder. Wenn er das aber nicht mag, schläft er halt bei uns: zufrieden und wohl behütet….

Viele Grüße aus Andernach

Holger

Mama Magie · 7. Oktober 2016 um 11:21

Es war doch klar, dass ein Mainstream-Sender wie RTL auch eine Mainstream-Meinung vertritt… Dann einfach nicht gucken! 😉

Aber neugierig wart ihr wahrscheinlich doch alle, oder? ;-))

Wir begleiten hier auch schon seit Geburt unserer ersten Tochter alle vier Kinder in den Schlaf. Mit stillen, auf oder an uns liegen, Händchen halten, daneben sitzen, … je nach Bedarf. Und ich werde jetzt schon sehr traurig bei der Vorstellung, dass es einmal irgendwann vorbei sein wird…

Ich schlafe übrigens auch am Liebsten in den Arm meines Mannes gekuschelt (wenn da nicht schon eine Tochter liegt). 🙂

Elter · 10. Oktober 2016 um 14:40

2 Gedanken die hier glaube ich noch nicht niedergeschrieben worden:

1. Das Bauchgefühl jeder Mutter möchte das Baby in der Nähe haben, da ist oft der Stubenwagen neben dem Bett schon zu viel Abstand, das verändert sich nat. mit dem Alter und dem Schlafverhalten in der Familie – Bester Kompromiss für alle muss gefunden werden! Auf der anderen Seite ist es der Instinkt (ja!) der Männer das Kind so schnell wie möglich auszuquartieren. Mit der Entfernung wird stillen anstrengender, die Stillrate sinkt, die Hormone sinken, Frau wieder fruchtbar! In was für einer Gesellschaft leben wir – in einem Patriarchat. 🙁 Ist sehr simpel erklärt, aber i bin davon überzeugt das die meisten Kinder ab dem Zeitpkt alleine schlafen ab dem die Väter das unbedingt wollen. Der Frau liegt ja auch der Familienfrieden am Herzen und so beugen sich die meisten und „es geht ja auch“..

2. Habe ich in der Kita unterschreiben müssen das fotografieren o filmen (m)eines schlafenden Kindes seine Persöhnlichkeitsrechte. Ich war etwas verdutzt da i es v.a. im Garten mit Katze und Wiese sehr gerne mache u den Anblick liebe.. Ach so – nur wenn i es vö! Puh! 😉 Aber wtf darf RTL sowas??? Schadensersatzklagen!

Linksammlung 9 – 07.10.2016 – patrickwillms.de · 3. November 2016 um 15:58

[…] Der @leitmedium kommentiert die RTL-Sendung Erziehungsexperiment zum Thema „Kinder und schlafen“. http://vierpluseins.leitmedium.de/2016/10/06/der-pathologisierte-kinderschlaf/ […]

Ferbern schadet nicht - das weiß der WDR wirklich ganz genau - vier plus eins · 30. Januar 2017 um 21:48

[…] laufender Kamera präsentierte und als Ratgeber deklarierte. Falls Ihr Euch nicht erinnern könnt: Hier habe ich den Unfug zusammengefasst. Nun wendet Ihr Euch dem Thema Kinderschlaf zu. Das finde ich eigentlich gut, weil, denke ich, WDR, […]

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